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29. Oktober 2011

Pfannstein

(gepostet im Bereich Berg)

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Der Pfannstein ist für Bergfexing Parents auch noch ein weißer Fleck. Grund genug um diesem kleinen, aber feinen Aussichtsbergl einen Besuch abzustatten. Außerdem sehr praktisch, wenn beim Kremsursprung schon die Sonne scheint, während im Flachland der dichte Nebel für Tristesse sorgt. Als Bonus gestaltet sich die Anfahrt mit 30min gerade recht für diese Halbtagestour.

Im herrlichen verfärbten Schluchtwald steigen wir gemütlich aufwärts bis zur Sattelhalt. Kein Wunder, dass bei diesem Traumwetter auch viele Wanderer unterwegs sind. Jeder mag dem Kältesee im Tal entfliehen. Auf dem letzten Stück kurz vor der Gradenalm eröffnet sich dann auch ein schöner Ausblick ins Alpenvorland. Von hier ergibt sich etwa ein ungewohnter Blick auf Grünburger Hütte und Co. Auf der Alm finden sich dann viele Silberdisteln (Carlina acaulis) und auch noch etliche blühende Kranzenziane (Gentianella sp). Während es sich etliche Kollegen schon bei der Alm gemütlich machen, wandern wir noch auf den Gipfel des Pfannsteins, den wir nach sehr relaxten 2h15min erreichen. Unterwegs treffen wir noch Julian, der mich erkennt (wobei ich ihn nicht erkenne) und lässig meinst: "Servus, du mochst lässige Touren". Doch etwas baff, führen wir ein kurzes Gespräch, wobei sich herausstellt, dass Julian ebenfalls ein Tourenbuch im Web betreibt. Bei azurblauem Himmel gelangen wir schließlich zum Gipfel. Bei Windstille lässt es sich hier sogar im kurzärmligen Leiberl wunderbar aushalten. Hinter dem Toten Gebirge glitzert noch das schneebedeckte Hagengebirge. Überhaupt ist die Aussicht recht lässig und bringt mich auf einige Ideen. Neben dem Kasberg mache ich noch Jausenkogel und Schwalbenmauer aus. Beide fehlen noch auf meiner Bergliste. Leider bin ich kein großer Fan des Katzengrabens, sowie von Fichtenforsten.

Nach über einer Stunde am Gipfel steigen wir wieder zur bewirtschafteten Alm ab, wo wir uns noch ein kaltes Hopfenblütengetränk gönnen. Auch während des Abstiegs ist es noch herrlich warm, bevor wir wieder in den Kälteluftsee beim Ursprung eintauchen.

Fazit: Ich mag den Pfannstein immer mehr. Gute Aussicht, sonniges Almbankerl und kurze Anfahrt sind eine optimal Wahl für einen Hauruck-​Ausflug.

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24. Oktober 2011

Überschreitung Wasserklotz

(gepostet im Bereich Berg)

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Die Wasserklotzüberschreitung ist ja auch so ein lange vernachlässigtes Kleinprojekt. Und da es aktuell wirklich optimal läuft, denn Traumwetter ist gut für den frisch betonierten Estrich und auch gut für mich, flitze ich zum Hengstpass, wo ich bei frischen +2° C und stürmischen "Föhn" bei der Zickerreith starten. Achja, vom angekündigten Föhn kann ich nix merken. Der Wind weht hier eindeutig aus Osten. Aber ich kann den spärlichen Sonnenschein genießen. Die Haller Mauern und die Warscheneckgruppe stecken in den Wolken.

Wie üblich wandere ich entlang des bezeichneten Weges und verlasse diesen rechterhand um die Feuchtwiesen und Vermoorungen wieder einmal zu inspizieren. Vielleicht findet sich ja noch ein Fangblatt des Rundblättrigen Sonnentaus (Drosera rotundifolia). Trotz intensiver Suche, kann ich leider kein Exemplar aufspüren. Letzten Sommer, während meiner Arbeiten zur Bachelorarbeit, bin ich hier ja bei jedem Schritt über diese fleischfressende Pflanzen gestolpert. Ich quere schließlich den Bach und steige an der Nordflanke zwischen Wasserklotz und Astein steil nach oben. Hier ist es ordentlich frisch und es liegt noch 10cm Schnee. Dank Winteroutfit friert aber nur die Nase Rasch erreiche ich den Rücken hinüber zum Wasserklotz, mit seinem parkähnlichen Buchenwald. Am Gipfel angelangt, steige ich auch sofort südseitig ab, wo der ausprägte Pfad zum Felsentor führt. Ich folge dem steilen Rasenhang, wobei ich Felsaufbauten linkerhand liegen lasse. Bei einer kleinen Scharte stoße ich dann auf einen alten Pfad, der sich als Gamsweg entpuppt. Ich traversiere die Flanke und erreiche endlich den sanft abfallenden Rücken zur Trompetenmauer. Keine Ahnung ob es hier immer noch der Gamsweg ist, oder doch noch alte Steigspuren. Auf jeden Fall gibt es da und dort noch uralte Markierungen. Im alten Voralpenführer von Heitzmann wird dieses Gebiet als urwaldartige, völlig naturbelassene Wildnis beschrieben. Hmm. Die hiesigen Buchen haben eher einen mageren Brusthöhendurchmesser. Die Fichten sowieso. Später wachsen jedoch einige sehr imposante Lärchen, jedoch hätte ich mir die ganze Geschichte doch etwas urwaldartiger vorgestellt. Kurz vor dem Quenkogel (lt. Heitzmann bedeutet Quen nach einer althochdeutschen Wortwurzel soviel wie Buchenwald oder –bestand) führt von Süden der in allen Karten eingezeichnete Jagdsteig herauf. Am Höhenrücken ist dieser auch nicht zu verfehlen, ist dieser doch gut mit Steinmännern markiert. Sanft abfallend führt der Steig, mal besser mal schlechter ausgeprägt in Holzgraben. Die Laubverfärbung der Buchen ist herrlich und ich genieße die Sonne. Kurz bevor ich zur Forststraße gelange, wachsen direkt am Weg einige schöne Exemplare einer hochwüchsigen Ginsterart. Wäre interessant um welche Species es sich hierbei handelt. Anhand der schwarzen Früchte wär's vermutlich auch schnell zu bestimmen, aber irgendwie bin ich im Herbst immer ein bisserl botanikfaul. Und Foto hab ich auch keines gemacht. Grrr. Über die Kreuzau gelange ich wieder retour zum Aufstiegsweg und erreiche nach gemütlichen 4h wieder den Ausgangspunkt.

Fazit: Hmm, prinzipiell nicht schlecht so ein Spazierer im herbstlichen Buchenwald. Aber so richtig berauschend was auch nicht. Ich würde wirklich gerne einmal einen Buchenurwald sehen.

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15. Oktober 2011

Ramesch und Toter Mann

(gepostet im Bereich Berg)

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Eine herbstliche Wanderung auf den Ramesch ist mir inzwischen zu einer netten Gewohnheit geworden. Fein wenn ich da passenderweise baustellenfrei haben, da grad die Bodenschüttung trocknet. Noch besser wird's dann, als sich Bergfexing Dad anschließt und wir diesen herrlichen Herbsttag nutzen können. Bei knackigen -3° C starten wir bei der Bergstation der Standseilbahn auf der Wurzeralm. Blitzblauer Himmel und glitzernde Schneereste umrahmen die herbstlichen Hochmoore. Einfach nur schön. Mal schaun ob meine neue Ixus 115 HS diese Stimmung auch gut digitalisiert

Wie auch letztes Jahr nehmen wir die Direttissima über die Schipiste, um dieses grauslige Wegstückerl so schnell wie möglich hinter uns zu bringen. Während die Lärchen am Teichlboden noch kaum ein herbstliches Gewand zeigen, beginnt mit zunehmender Höhe zögerlich die Goldgelbverfärbung. Trotzdem scheint mir der Höhepunkt des goldenen Herbstes noch nicht erreicht zu sein. Zumindest im Vergleich zu letztem Jahr. Über Karrenfelder erreichen wir den Ostgrat, den wir wieder von ganz unten begehen. Mit Begeisterung überwinden wir jedes Band. Garniert wird dieser Spazierer mit leichten Kraxeleinlagen bis zum II Grad. Rasch eröffnet sich der Blick zu den Gletschern der Hohen Tauern. Wie üblich sticht der Ankogel markant hervor. Aber auch Dad und ich erreichen nun die ersten Schneereste, die an der Rameschsüdseite aber eher homöopatische Dosierung aufweisen. Am Grat vom Warscheneck und Toten Mann schaut's natürlich anders aus. Hier gibt's sogar noch Wächtenreste. Vorbei am markanten Klemmblock erreichen Dad und ich nach 2h den Gipfel des Ramesch. Trotz Windstille ist es immer noch ein bisserl frisch auf rund 2000 Meter über der Adria. Dafür ist das mitgebrachte Zipfer schön kalt. Ahh, herrlich. Das Gipfelbuch verrät mir, dass auch meine Bergkumpels Martin und Michi sich kürzlich am Ramesch rumgetrieben haben. Ein Modeberg wird er aber eh nie werden. Dank fehlender Markierungen ist man hier meist allein. Zumindest bin ich bei meinen Besteigungen noch nie jemanden begegnet.

Kurz vor 1200 steigen wir zum Westgrat ab. Zielsicher finden wir auch die Rinne, in der noch hartgefrorener Altschnee liegt. Eben dieser Altschnee erleichtert dann die Traverse hinüber zum Toten Mann, den wir 45min ab Gipfel erreichen. Inzwischen hat die Windstärke zugenommen. So richtig gemütlich ist es hier nicht. Der lebhafte Ostwind ist eiskalt. Also knipse ich nur ein Foto und wir beginnen mit einem flotten Abstieg ins Brunnsteinerkar, wo wir auch wieder anderen Wanderern begegnen. Bei den Stallüberresten können wir noch einmal Sonnenschein und Windstille genießen, bevor am Brunnsteinersee wieder den schattigen Teichlboden erreichen. Ein kurzer Ausklang findet auf der Baustellen-​Terrasse in Allhaming statt, wo wir uns noch ein leckeres Bierchen gönnen und uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen

Fazit: Optimale Bedingungen für eine meiner Lieblingsrunden, zusammen mit meinem bevorzugtem Bergpartner: Dad.

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25. September 2011

Kleiner und Großer Schoberstein

(gepostet im Bereich Berg)

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Während der Innenputz brav vor sich hin trocknet, nutze ich die kleine Pause, um diesen fantastischen Altweibersommer auszunutzen. Keine Ahnung ob ich nach über zweimonatiger Bergabstinenz überhaupt noch felstauglich bin. Also fällt die Wahl auf eine gemütliche Kraxlerei über die Schobersteine. Und da diese Tour den Bergfexing Parents in dieser Variante unbekannt ist, packe ich die beiden auch gleich noch in den Rucksack Bei wolkenlosem Himmel starten wir beim Steinbruch in Weißenbach und wandern den wohl bekannten Weg bergan. Der Andrang hält sich am frühen Vormittag noch in Grenzen und der Aufstieg verläuft recht gemütlich. Nach kaum einer Stunde erreichen wir auch die Abzweigung zum Kleinen Schoberstein. Hier verabschieden wir uns kurze von Bergfexing Mum, die den markierten Weg hinauf zum Großen Schoberstein weiter verfolgt. Dad und ich gönnen uns jedoch die kleine, aber sehr feine Kraxlerei im II Grad an der Südflanke bzw. Kante. Viel zu rasch endet die Kraxlerei und nach wenigen Minuten stehen wir auch schon am Gipfel des kleinen Schobersteins. Der Rundumblick ist wie immer herrlich. Insbesondere das in Auflösung begriffene Nebelfeld am Nordufer des Attersees bietet einen spektakulären Anblick. Zurück in der Scharte kraxeln wir auch noch über den Grat auf den Großen Schoberstein, wo wir auch Mum wieder treffen. Die Pause verläuft kurz und um 1130 beginnen wir wieder mit dem Abstieg. Gerade rechtzeitig, denn nun beginnt der wahre Ansturm auf den Schoberstein. Locker über hundert Wanderer, mit Kind und Kegel, begegnen uns. Man kommt aus dem Grüßen schon gar nicht mehr raus. Also wird rationalisiert und die gesamte Gruppe mit einem "Servas" bedacht. Puh, schön war's diese kleine Wanderung. Ich muss mir einfach öfter baustellenfrei nehmen. Andererseits weiß ich aus verlässlicher Quelle, dass die Berge noch länger stehen

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