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25. September 2011

Kleiner und Großer Schoberstein

(gepostet im Bereich Berg)

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Während der Innenputz brav vor sich hin trocknet, nutze ich die kleine Pause, um diesen fantastischen Altweibersommer auszunutzen. Keine Ahnung ob ich nach über zweimonatiger Bergabstinenz überhaupt noch felstauglich bin. Also fällt die Wahl auf eine gemütliche Kraxlerei über die Schobersteine. Und da diese Tour den Bergfexing Parents in dieser Variante unbekannt ist, packe ich die beiden auch gleich noch in den Rucksack Bei wolkenlosem Himmel starten wir beim Steinbruch in Weißenbach und wandern den wohl bekannten Weg bergan. Der Andrang hält sich am frühen Vormittag noch in Grenzen und der Aufstieg verläuft recht gemütlich. Nach kaum einer Stunde erreichen wir auch die Abzweigung zum Kleinen Schoberstein. Hier verabschieden wir uns kurze von Bergfexing Mum, die den markierten Weg hinauf zum Großen Schoberstein weiter verfolgt. Dad und ich gönnen uns jedoch die kleine, aber sehr feine Kraxlerei im II Grad an der Südflanke bzw. Kante. Viel zu rasch endet die Kraxlerei und nach wenigen Minuten stehen wir auch schon am Gipfel des kleinen Schobersteins. Der Rundumblick ist wie immer herrlich. Insbesondere das in Auflösung begriffene Nebelfeld am Nordufer des Attersees bietet einen spektakulären Anblick. Zurück in der Scharte kraxeln wir auch noch über den Grat auf den Großen Schoberstein, wo wir auch Mum wieder treffen. Die Pause verläuft kurz und um 1130 beginnen wir wieder mit dem Abstieg. Gerade rechtzeitig, denn nun beginnt der wahre Ansturm auf den Schoberstein. Locker über hundert Wanderer, mit Kind und Kegel, begegnen uns. Man kommt aus dem Grüßen schon gar nicht mehr raus. Also wird rationalisiert und die gesamte Gruppe mit einem "Servas" bedacht. Puh, schön war's diese kleine Wanderung. Ich muss mir einfach öfter baustellenfrei nehmen. Andererseits weiß ich aus verlässlicher Quelle, dass die Berge noch länger stehen

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12. Juli 2011

Schafberg

(gepostet im Bereich Berg)

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Sodala. Die letzte Prüfung des Bachelorstudiums ist erfolgreich abgeschlossen, also ist wieder mal ein bisschen Zeit für einen gediegenen Bergsparzierer. Mit von der Partie ist mein Studienkollege Robin, seines Zeichens gewiefter Botaniker und ebenfalls geländegängig. Gemeinsam starten wir um 0700 über die Burggrabenklamm hinauf zur Eisenau Alm. Lange verweilen wir im frischen Schluchtwald und bestimmen viele Pflanzen, wobei die Exkursionsflora wie immer wertvolle Dienste leistet. Robin kennt wieder ganz andere Arten als ich und so wird jeder heute wieder mal ein Kilo gscheida. Nun im Juli fruchten bereits viele Pflanzen, wobei ja die Früchte genauso faszinierend und einzigartig sind wie die Blüten. Zu den Highlights zählen heute Breitblättriges Pfaffenhütchen (Euonymus latifolius), Trauben-Holunder (Sambucus racemosa), Christophskraut (Actaea spicata). Sonst erspähen wir noch Alpen-Heckenkrische (Lonicera alpigena) und Schwarze-Heckenkrische (Lonicera nigra) direkt nebeneinander. Diese Sträucher fallen durch ihre markanten Doppelbeeren auf. Die stattliche Wald-Engelswurz (Angelica sylvestris) zählt in der Klamm zu den gemeinsten Pflanzen überhaupt.

Bei diesem Bestimmungsmarathon vergeht die Zeit natürlich wie im Flug und erst 3h später erreichen wir das weite Almgelände. Ohne Pause marschieren wir bergan um über den Himmelspfotensteig zum Gipfel zu gelangen. Im Wald werden dann in sportlichem Tempo ordentlich Höhenmeter erwandert, wodurch die Bestimmungsarbeit etwas leidet. Endlich lassen wir den Wald hinter uns und erreichen die sonnigen Wiesen oberhalb des Suissensees. Zwishcen den hiesigen wärmeliebende Arten wie Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria) und Parlatore-Staudenhafer (Helictotrichon parlatorei) tummeln sich unzählige Apollofalter (Parnassius apollo). Eine Sommerwurz bestimmen wir näher. Diese entpuppt sich als die Thymian-Sommerwurz (Orobanche alba) und begeistert mit einem starken Geruch nach Gewürznelken. Die Flora wird bergan immer abwechslungsreicher. An der kühlen Nordseite findet sich etwa der blühende Milch-Mannsschild (Androsace lactea). Kurz nach Mittag erreichen wir die Himmelspforte, wo wir mit 1000enden Touristen eine längere Pause einlegen und uns ein kühles Weizen genehmigen. Es herrscht bestes Sommerwetter und die Fernsicht ist optimal. Der Schafberg ist sowieso ein ganz besonders gutes Aussichtsplatzerl. Aber auch mit einigen botanischen Spezialitäten kann dieser Berg aufwarten. Auf dem weg zur Spinnerin begegnen wir Österreichischem Kohlröschen (Nigritella nigra) und Alpen-Astern (Aster alpinus). Leider, leider ist der Allermannsharnisch (Allium victorialis) bereits verblüht. Diese besondere Lauchart wächst hier in unglaublichen Massen.

In der Nachmittagshitze erfolgt der Abstieg nach Osten vorbei am Wetterloch, wo der konstante Luftzug aus dem Berginneren angenehme Abkühlung verschafft. Den Mönichsee lassen wir rechts liegen. Mühsam ist der Gegenanstieg um endlich hinunter zum Mittersee zu gelangen. Hier genehmigen wir uns ein herrliches Bad im kühlen Wasser. Als besondere Attraktion kann der geneigte Pflanzenfreund hier das Langblättrige Laichkraut (Potamogeton praelongus) bestaunen. Es handelt sich hierbei um das einzige Vorkommen in Salzburg und Oberösterreich. Erfrischt legen wir dann ohne Leiberl die letzten Höhenmeter hinunter zur Eisenau Alm zurück, die Robin und ich etwas erschöpft erreichen. Doch ein kühler Most spendet wieder Kraft. Mit langen Schatten gelangen wir erst um 1830 wieder retour zum Ausgangspunkt.

Fazit: Oh yeah. Ein Bergbotaniktrip vom Feinsten. Robin ist wirklich ein ausgezeichneter Begleiter für so eine Unternehmung. Von dieser Tour werde ich die nächsten Monate eh zehren müssen, denn ein neues Projekt muss in Angriff genommen werden: Harry und Sarah bauen ein Haus!

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16. Juni 2011

Pyhrgasüberschreitung

(gepostet im Bereich Berg)

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Die Pyhrgasüberschreitung gehört wirklich zu einer der schönsten Touren die Oberösterreich zu bieten hat. Bergfexing Dad und ich haben schon vor vielen Wochen vereinbart den nächsten Termin mit anständigem Wetter gleich zu nutzen.

Wie auch letztes Jahr starten wir um 0700 beim Singerkogel und wandern in 1h hinauf zur Gowilalm. Teilweise herrscht starke Bewölkung und über dem Steineck regnet es auch. Doch aufgrund der fehlenden Sonneneinstrahlung bleibt der Körper kühl und wir kommen gut vorwärts. Trotzdem dürften wir beide nicht in Topform sein. Bis zu unserer Ankunft am Gipfel des Kleinen Pyhrgas um 0915 haben wir wohl nur 3-​4 Sätze gewechselt. Generell macht mir heute die Bewegung an sich viel mehr Spaß als die Aussicht oder die Natur zu genießen. Mit einem drohenden Gewitter als Verfolger rasten wir nur 20min. Am exponierten Grat gibt es nur wenige Fluchtmöglichkeiten (Scheiblingstein oder über sehr steile Schrofen ins Holzerkar). Die Fehler die wir letztes Jahr bei den Schlüsselstellen begangen haben, können wir heuer ausmerzen. Der der Abstieg ins kleine Schartl wird auf der Nordseite dann Großteils Gehgelände. Nur die Überwindung von 1m auf die erste Felsstufe ist als I zu klassifizieren. Am Grat kommen wir extrem rasch vorwärts, obwohl es mich schon ein paar mal in den Fingern juckt die Kamera herauszukramen, denn es gilt eines zu bemerken: Der Pyhrgasgrat ist Mitte Juni ein Blütenparadies-​Skywalk. Besser geht's wohl echt nimmer!. Ich zähle mal nur die klassischen Alpenpflanzen auf, die jeder flott kennt: Von typischen (in tieferen Lagen) Frühblühern wie Jagabluat (Primula clusiana), Petergstamm (Primula auricula), Clusius-Enzian (Gentiana clusii) bis zu minimierten Trollblumen (Trollius europaeus) und Berg-Hähnlein (Anemone narcissiflora) ist alles vertreten. Polsterpflanzen wie Stängelloses Leimkraut (Silene acaulis) und Zwerg-Miere (Minuartia sedoides) gibt's nachtürlich auch. Nur die Roten Kohlröschen (Nigritella rubra) werden wohl erst in 2 Wochen in Vollblüte stehen.

Auch bei der zweiten Schlüsselstelle nehmen wir heute die 2. Rampe im letzten Winkel, was die ganze Angelegenheit zum Gehgelände degradiert. Dem scharfen Beobachter fallen hier auf der Nordseite sehr kleine und einblütige Soldanellen auf. Es handelt sich hierbei um die schnucklige Österreiche-Soldanelle (Soldanella austriaca). Verdammt und ich habe keine Makrofunktionalität. Grrrr.

Für die Gratüberschreitung benötigen wir 1h50min. Die ganze Sache war jedoch ohne Pausen etwas unentspannt. Die Wolken werden immer dichter. Die Gipfel des Warscheneck, Spitzmauer und Großen Priel sind überhaupt nicht mehr zu sehen. Hungrig verschlingen wir die mitgebrachte Jause, die bei diesen Temperaturen nicht so recht schmecken mag. Hauptsache sie liefert Brennstoff. 25min später nehmen wir auch schon wieder den Abstieg über den Hallersteig in Angriff. Kaum wenige Höhenmeter tiefer beginnt es auch schon leicht zu regnen. Die von hunderten Wanderschuhen abgeschmiergelten Felsen werden unangenehm rutschig. Keine Bedingungen um eine höheres Tempo anzuschlagen. Doch die Wolken verziehen sich wieder rasch und als wir das schuttgefüllte Holzerkar erreichen, scheint schon wieder Sonne. Dem botanisch interessierten Bergfreund präsentieren sich hier zwei prachtvolle Schuttspezialisten: Alpen-Leinkraut (Linaria alpina) sowie den Alpen-Mohn (Papaver alpinum), in seiner weißblühenden Unterart. Bevor der markierte Weg zurück zur Gowilalm führt, verlassen wir den Pfad und visieren die Felswand zur linken an, wo zuerst Schrofen, dann aber eine gute Schotterriese nach unten führt. Rasant klappt der Abstieg. Deutliche Steigspuren sind vorhanden und nachdem die erste Schotterriese endet, traversieren wir weiter nach links zu zweiten "Abstiegshilfe" die dann direkt am Almboden mündet. So sparen wir uns doch einige mühvolle Höhenmeter. Der Weg entlang des Schmeißlbachs ist dann wieder Idylle pur. Die saftigen Wiesen sind von lieblichen Mäandern durchzogen. Wäre interessant hier mal Makrozoobenthos zu sammeln. Für den geneigten Pflanzenfreund gibt es hier aktuell allerlei Orchideen zu entdecken. Leider ist die Stefansbergalm (DO-​SO bei Schönwetter) nicht geöffnet, doch wir ergattern bei der netten Jausenstation Singerkogel einen guten gespritzten Most. Kaum sitzen wir im Auto, beginnt es auch schon zu donnern und regnen.

Fazit: 1500 Höhenmeter in 6h30min waren wieder einmal dringend notwendig. Die kleinen Pippifaxtouren der letzten Wochen können anscheinend die innere Unruhe nicht so richtig stillen. Und das Timing war heute perfekt! By the way: Ich verspüre eine seltsame Fotofaulheit...

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5. Juni 2011

Viva la Sardigna

(gepostet im Bereich Berg)

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Nette Insel dieses Sardinien. Ein Urlaub mit Berge und Meer ist was feines, insbesondere wenn man nach einer Halbtagestour gemütlich am Strand entspannen (aka idlen) kann. Kulinarisch gibt's nichts auszusetzen. Der letzte Tag in Alghero war auch recht fein.

Fazit: Nett. Aber eben nicht spektakulär. Da ich bekannterweise mit dem Korsikavirus infiziert bin, bin ich hier aber nur bedingt objektiv

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