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20. November 2022

Buchberg

(gepostet im Bereich Berg)

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Eigentlich wollte ich bei Sonnenschein am Attersee einige Fotos in Kammer und Seewalchen knipsen. Aber bei meiner Ankunft hat sich ein mächtiges Wolkenband über dem Höllengebirge festgesetzt und auf gutes Licht zum Fotografieren warte ich vergeblich. Am Buchberg scheint die jedoch Sonne und ich habe sicherheitshalber immer die Wanderschuhe im Auto. Wenig später spaziere ich über den alten Waldlehrpfad in Attersee am Attersee hinauf zum Gipfel des Buchbergs. Der matschige Weg durch den Forst ist wenig prickelnd. Mir wird schnell klar, warum ich hier noch nie war. Aus archäologischer Sicht ist der Buchberg jedoch sehr interessant. Hier wurde eine spätbronzezeitliche (circa 1300–800 v. Chr.) Höhensiedlung nachgewiesen, die von einem großen Ringwall umgeben war. 2019 konnten dann mit Hilfe von Sondengängern etliche Hortfunde von Bronzeobjekten entdeckt werden. Darunter auch sehr schön erhaltene Lappenbeile. Den Gipfel erreiche ich nach rund 50 Minuten. Glücklicherweise erhasche ich noch ein paar Sonnenstrahlen und ich mache es mir auf der großen Bank beim Jagahäusl gemütlich. Der Abstieg erfolgt dann direkt in der Ostflanke retour zum Ort. Leider ergibt sich kein guter Aussichtsplatz zum Schloss Litzlberg, das auf der einzigen Insel im Attersee steht. Unschwierig erreiche ich wieder den Parkplatz bei der Sportanlage.

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12. November 2022

Maisenkögerl

(gepostet im Bereich Berg)

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Vor dem Mittagessen habe ich noch Zeit für eine kurze Vormittagstour. Wieder entfliehe ich dem nebligen Zentralraum und wandere auf das Maisenkögerl in Scharnstein. Dort ist zwar kein Nebel, aber hohe Wolken blockieren die wärmenden Sonnenstrahlen. Über die Bräumauer erreiche ich den Gipfel in kaum 50 Minuten. Ohne Rast steige ich über die Jagdhütte Waldesruh wieder ab.

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31. Oktober 2022

Eiskogel

(gepostet im Bereich Berg)

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Der Weltspartag wurde durch Halloween ersetzt. Die Kinder sind schon seit der Früh sehr aufgeregt. Um die Bande etwas zu beschäftigen, ist eine kurze Tour zum Eiskogel gerade recht. Eva ist mit Paul, Clara und Anja unterwegs. Ich habe Julia, Erik und Jonathan im Schlepptau. Wie üblich starten wir beim Kronbergbauern. Und es ist wieder ungewöhnlich warm. Die Jacken lassen wir im Auto, aber an eine kurze Hose habe ich wirklich nicht gedacht. Die Wiesen sind immer noch saftig grün. Wäre da nicht die Laubverfärbung, man könnte meinen, es ist Spätsommer. Wir nehmen den Weg an der Südflanke durch die schöne Lärchenwiese. Die Kids haben viel Spaß und fetzen ordentlich um. Nur beim letzten steilen Stückerl wird es kurz etwas ruhiger Am Gipfel ist es dann so richtig warm und wir machen eine lange Jausenpause. Der Bestand des Land-Reitgrases (Calamagrostis epigejos) wird von Jahr zu Jahr auch immer größer. Die Jüngsten verschwinden regelrecht in den Gängen zwischen den Halmen. Über den östlichen Weg, vorbei an der Jagdhütte, kehren wir wieder zum Ausgangspunkt zurück.

Fazit: Der Eiskogel ist wie immer im Herbst ein ausgezeichneter Fluchtort vor Nebel. Das hohe Gras im Gipfelbereich ist auch sehr lässig.

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30. Oktober 2022

Angerkogel

(gepostet im Bereich Berg)

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Das ungewöhnliche warme Herbstwetter hält an. Laut ZAMG wird es wohl der wärmste Oktober seit es Aufzeichnungen gibt. So kann ich um 0800 bereits kurzärmlig am Parkplatz auf der Hinteregger Alm starten. Der sonnige Weg durch die Südflanke des Nazogl ist mir wohlbekannt. Ich bin alleine unterwegs. Nur ein paar Gämsen begleiten mich. Im Ennstal hält sich hartnäckig der Nebel, der bis unter die Weißenbacher Mauern reicht. Es herrscht eine ganz besonderes ruhige Vormittagsstimmung. Unschwer erreiche ich nach 2h15min den Gipfel des Nazogl. Es ist angenehm warm auf 2000 Meter und ich lege eine erste Jausenpause ein. Leider ist die Fernsicht etwas eingeschränkt. Es ist viel Staub aus der Sahara in der Luft. Rasch erreiche ich den Gipfel des Angerkogels, wo es wie schon so oft deutlich windiger ist, als am Nazogl.

Ohne Pause steige ich nach Norden zur verfallenen Angeralm ab. Leider haben die Lärchen schon alle ihre Nadeln abgeworfen. Vor zwei Wochen müsste die Lärchenverfärbung hier oben ja spektakulär gewesen sein. Der Weg führt wunderschön durch den Lärchen-​Zirbenwald an der Nordflanke des Schwarzkoppens. Einige Preiselbeeren (Vaccinium vitis-idaea) sorgen für die letzten Farbtupfer in der Landschaft. Mein Blick hinsichtlich der Kleinformen im Karst ist inzwischen geschärft und ich entdecke viele hübsche Kamenitzas, die mit Lärchennadeln gefüllt sind. An der Ostflanke führt der Weg endlich wieder in den Sonnenschein und es folgt der eindrucksvollste Abschnitt der Angerkogel-​Runde. Ein riesiges Karrenfeld mit Rinnen-​ bzw. Rundkarren. Die abgerundeten Formen entstehen im bedeckten Karst, d.h. der Kalkfels ist vom Boden bedeckt und durch biologische Aktivität ist der CO2 Gehalt erhöht, wodurch mehr Kohlensäure entsteht. Dies führt zu einer weniger scharfkantigen Verwitterung als im nackten Karst. Der Boden wurde später durch Erosion abgetragen und die Rundkarren freigelegt. Auffällig ist das Fehlen von Rillenkarren und die Rinnen haben eine ausgeprägte Hohlform. Diese tolle Landschaft wird selbstverständlich gründlich dokumentiert. Mit goldenen Lärchen und fettblauem Himmel würden da wohl einige geniale Bilder entstehen. Gemütlich wandere ich vorbei zur Alblhütte. Hier wurde früher ebenfalls Vieh aufgetrieben, wovon ein Alpen-​Ampfer-​Lägerflur zeugt. Die letzten 400 Höhenmeter zum Almboden verlaufen gemütlich im schattigen Wald.

Bei der Kink-​Hütte erhasche ich noch ein feines Platzerl an der sonnigen Hüttenwand. Da schmeckt das Gösser + Steierkasbrot besonders gut.

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